Griechische Geschichte: Antikes Griechenland
Griechenland in der Antike: Eine Kurzbeschreibung des antiken Griechenlands
| Die
Entstehung der Stadtstaaten |
|
Im 8. Jh. v. Chr. endete die Herrschaft der
Dorer und die Staaten begannen sich zu entwickeln.
Die
zwei Häfen Argos
und Korinth entstanden und begannen den Handel mit dem Nahen Osten
und eine örtliche Produktion sowie eine wohlhabende Elite
entstand.
Diese zwei Häfen waren darauf spezialisiert, Luxusartikel
zu fertigen. Durch die Handelskontakte mit den Phöniziern übernahmen
sie deren Alphabet sowie andere Neuerungen und die griechische
Kultur änderte sich stetig.
Viele griechischen Kolonien betrieben den Metallhandel, der in
allen Häfen
des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres zu finden war, und langsam begann
sich die griechische Kultur und die Militärkraft zu entwickeln. Um noch
zusätzliches Land, das für die Landwirtschaft
genutzt werden sollte, zu finden, schickte Korinth Siedler nach
Korfu und Sizilien. Später wurden mehr als 150 Kolonien gegründet. In
dieser Periode entstand der Stadtstaat „Polis“.
Die zwei wichtigsten Stadtstaaten die sich entwickelten, waren
Sparta und Athen. Sparta war die erste Stadt mit einer guten Sozialstruktur
sowie einer Regierung, deren Versammlung die Bürger vertrat.
In der Zwischenzeit entstand die grösste Stadt „Polis“, Athen,
zu der auch verschiedene Regionen Attikas zählten. Das soziale System
Athens legte einen grösseren Wert auf Reichtum, als auf die aristokratische
Herkunft. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise zogen Athen und Sparta
alle Bürger in ihr politisches System ein.
In dieser Periode begannen innerstaatliche Verbindungen in der
Wirtschaft, Politik und Religion. Bei religiösen oder athletischen Festen, wie den Olympischen
Spielen, verband die Griechen so etwas wie eine „politische
Beziehung“ und sie hatten eine gemeinsame Identität,
so nannten sie sich Hellenen. Alle Fremden wurden „Barbaroi“ = „Barbaren“ genannt. Im
6. Jh. drohte König Xerxes des persischen Imperiums,
in das griechische Reich einzumarschieren.

Der
griechische Bund, der unter der Führung von Athen und Sparta
war, unterlag den Persern in den Kämpfen von Marathon, Salamina
und Platea. Daraufhin folgten die persischen Kriege, die auch bedeutend
waren, denn nach Jahrhunderten endeten die Handels- und Kulturverbindungen
zwischen dem griechischen Reich und dem Nahen Osten, einschliesslich
Phönizien, Lydia, Ägypten und anderen Kulturen.
Sparta löste sich vom Hellenischen Bund, und Athen erlangte die Führung
mit Themistokleus und Kimon. Die neue Allianz hatte den Namen „Delian-Bund“.
Durch Geldbeträge der anderen Mitgliedsstaaten, wie dem Rivalen Sparta,
der die Leitung des peloponnesischen Bundes hatte, konnte eine Militärkraft
gegründet werden. |
Vom 6. bis zum 4. Jahrhundert war Athen die vorherrschende
Kraft im Mittelmeer. Das Athener Imperium bestand aus 172 Staaten, die
Abgaben zahlten, und die gesamte Ägäis war unter ihrer Kontrolle.
Dadurch konnte sich Athen in den Bereichen der Kunst, Architektur, Literatur,
Philosophie und Politik entwickeln, durch die noch heute die ganze Welt
inspiriert wird.
Bis zum Beginn des 6. Jh. wurde Athen von Aristokraten
und Generälen
regiert. Die Stellung der Bürger in der Hierarchie war von ihrem
Wohlstand abhängig. Arme Menschen hatten keine Rechte, bis Solon,
Gesetzgeber und Dichter, der demokratisch war, erklärte, dass alle
freien Athener gleichberechtigt sind und die Erbprivilegien abschaffte. Perikles
kam 461 v. Chr. an die Macht, gründete die Demokratie,
liess grossartige architektonische Denkmäler, wie das Parthenon
errichten, stellte Arbeiter ein und war die Majestät von Athen.
Diese Periode ist als das goldene Zeitalter der griechischen Zivilisation
bekannt. Durch das stetige Wachstum von Athen fühlten sich viele Staaten
bedroht. Einer der Staaten war Sparta. Es kam zum Peloponnesischen Krieg,
dem längsten Krieg in der Antike. Die Athener unterlagen, was das Ende der Klassischen Periode bedeutete.
Während des Peloponnesischen Krieges entwickelte
sich eine neue politische Kraft in Makedonien. Die Makedonier waren
eine Zivilisation, die eine ähnliche Sprache wie die Griechen sprach und hatten andere
Sitten und Bräuche sowie soziale Organisationen. Das makedonische
politische und soziale System war ganz anders als das Konzept von Polis.
Es war so organisiert, dass ein Oberhaupt die gesamte Macht übernahm. Makedonien
wurde recht schnell ein grosses Imperium, welches unter König Philipp
II. viele Stadtstaaten und im Jahre 338 v. Chr. sogar Athen und Thiba eroberte. Auf
König Philipp II. wurde ein Attentat verübt und die grosse
Aufgabe, das Reich zu vergrössern, wurde seinem Sohn, Alexander
dem Grossen, Schüler des berühmten griechischen Philosophen
Aristoteles, übergeben.
Als sein Vater starb, wurde der 22jährige
Alexander König. Er erschaffte das grösste Imperium, das man jemals sah. Nachdem
er alle Stadtstaaten Griechenlands eroberte, marschierte er in Kleinasien
mit 30000 Soldaten ein. Vor seinem Tode durch Malariafieber im Alter
von 33 Jahren, eroberte Alexander der Grosse ganz Persien, Ägypten
und Mesopotamien, Afghanistan und einige Teile von Indien.
Nach dem Tode Alexander dem Grossen, teilte sich das Makedonische Imperium
in mehrere Teile auf: die Antigoniden in Makedonien, die Seleuziden in Kleinasien,
Syrien, Persien und die Ptolemäen in Ägypten. Neue hellenistische
und autonome Monarchien entstanden, die aber viele Schwierigkeiten hatten,
und so verlor Athen jegliche politische Macht. Das Konzept von „Polis“ verschwand und grössere Staaten
entwickelten sich. Die griechische Sprache blieb die offizielle Sprache
im Handel, in der Verwaltung und der Literatur.
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