Griechische Geschichte: Stein und BronzezeitDie griechische Stein und Bronzezeit
Bezugnehmend zu den archäologischen Überresten in Thessalien,
gab es zwischen 11000 und 3000 v. Chr., in der paleolithischen Zeit,
die ersten Ansiedlungen. Die Ostbevölkerung (es wird auch angenommen,
die Bevölkerung Zentraleuropa’s) entwickelte Steinwerkzeuge
und die ersten Landwirtschaftsarbeiten.Ausgrabungen zufolge gab es zwischen 3500 und 3000 v. Chr. in den Kulturen Griechenland’s durch die Entwicklung grösserer Dörfer sowie der neuen sozialen Organisation (d. h. von der Stammesorganisation zur Monarchie - mit Bildung einer Elite) einige Schwierigkeiten. Um 6000 v. Chr. wurden Thessalien, Anatolien, die Inseln der Ägäis und Kreta zu Kolonien erklärt, und es entstanden zahlreiche landwirtschaftliche Gemeinden, wie Fischergemeinden, andere produzierten Steingut oder begaben sich auf Meeresexpeditionen. Diese Regionen boten den Menschen gute Lebensbedingungen, wie Olivenbäume, Weinberge, fruchtbare Wälder, Wasser usw. Emigranten und Händler aus dem ganzen Mittelmeer hegten grosses Interesse an diesen Gebieten. Zur gleichen Zeit entstanden die ersten Religionen: Tonfiguren von Frauen und Tieren wurden den Heiligtümern und Gräbern beigefügt.
Die Arbeit an Metallen, die etwa 3000 v. Chr. entstand, wurde von Osten
eingeführt. Eine neue Kultur entstand und zwar, Bronze zur Werkzeugherstellung
zu nutzen. Im 2. Jahrtausend v. Chr. entstanden grossartige Kulturen:
die Minoische auf Kreta, die Mykenische auf dem Festland und die Kykladen-Kultur
auf den ägäischen Inseln.Diese Periode wird durch einen schnellen Bevölkerungs- sowie Handelswachstum charakterisiert. Die Kykladen liegen zwischen Kreta und dem Festland und waren ein wichtiges Handelszentrum zwischen Europa und Asien. Die Kykladen-Kultur entwickelte sich schnell in allen Gebieten des Handels, der Politik und Kultur mit beeindruckenden Fresken und Marmorfiguren. Die
minoische Zivilisation, die nach dem mythischen König Minoas genannt
wurde, entwickelte sich auf Kreta um 2600 v.Chr. Überreste
von grossen Dörfern, Skulpturen und Töpferwaren sind der Beweis
dafür. Etwa 2000 v. Chr. besassen die Minoer eine aufstrebende Wirtschaft sowie politische, soziale und kulturelle Organisationen. In dieser Periode blühte der Handel und es wurden beeindruckende Paläste, wie der Palast von Knossos, Malia und Phaistos errichtet. In dieser Zeit erscheint zum ersten Mal in Griechenland, auf Kreta, die Linear – A - Schrift. Die Minoer entwickelten eine starke Staffel, die in der gesamten Ägäis auf viele Unternehmen und Kolonien Macht und Einfluss hatte. Überresten zufolge, die man auf den Inseln fand, zeigten keine starken Mauern auf, d. h., dass die minoische Zivilisation friedliche Beziehungen zu anderen Zivilisationen der Ägäis pflegte. Die minoische Zivilisation verschwand plötzlich um 1500 v. Chr. Es ist möglich, dass es an dem Vulkanausbruch auf der Insel Santorini lag. Man nimmt an, dass es den Ausbruch aufgrund eines starken Erdbebens und einer riesigen Flutwelle gab. Danach übernahmen etwa 1200 v. Chr. die Gegner der Mykener die Kontrolle des Handelsnetzwerkes von Kreta.
Erhielt ihren Namen nach der
Entdeckung der Mykenen, genau an dem erstem Ort, in dem diese Kultur
entstand. Wie man bei Ausgrabungen herausfand, entstand die mykenische
Gesellschaft durch eine Elite-Gruppe; die Justiz- und leitenden Angestellten
wurden von einer einzigen Person geführt, die grosse Macht besass. Ihre Festungsanlagen waren mit „kyklopischen“ Mauern gesichert, da die Griechen glaubten, dass nur Zyklopen Steine dieser Grösse anheben konnten. Die mykenische Gesellschaft war militärisch sehr gut organisiert, eroberte Kreta und übernahm die Kontrolle der minoischen Handelsorganisation. Die Mykener nutzten eine Schriftsprache, diese war entwickelter als die minoische, die sie nur für den Warenhandel in die Paläste gebrauchten. Zwischen 1250 und 1150 v. Chr. wurde durch einige Bauernaufstände und Kleinkriege der grösste Teil des mykenischen Palastes zerstört, und die mykenische Zivilisation verschwand.
Die Kultur, die in der Bronzezeit blühte, hatte im 12. Jh. v. Chr. ein plötzliches Ende, denn die griechisch-sprechenden Dorer wanderten aus Nordgriechenland ein. Sie rissen die mykenische Bevölkerung auseinander, übernahmen eine neue Kontrolle, die anders als die der Mykener war, und die Aktivitäten der Landwirtschaft, Industrie und des Handels wurden auf Hunderte Dörfer aufgeteilt. Von nun an nahm die Wirtschaft, Politik sowie die Kultur ab und der Handel mit dem Nahen Osten verschwand. Ebenfalls gab es auch die Kunst des Schreibens nicht mehr sowie den einzigen Zeugen dieser Periode, der berühmte Homer und sein Epos über den Trojanischen Krieg, Ilias.
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