einer
Vision des Kreuzes zum Christentum, und so entstand die „Griechisch-orthodoxe
Kirche“. Im
8. Jh. gab es zwischen dem Papst in Rom und dem Patriarchen
von Konstantinopel viele Uneinigkeiten. Einige der Meinungsverschiedenheiten
der beiden Geistlichen waren: das Zölibat (Priester
in Rom mussten im Zölibat leben, während
die orthodoxen Priester heiraten konnten, bevor sie
zum Priester geweiht wurden), es gab auch Unterschiede
in der Art des Fastens oder in der Formulierung des
Glaubensbekenntnisses: für
die Orthodoxen kommt der heilige Geist „vom Vater“ während
Rom „und der Sohn“ hinzufügt.
Durch
die vielen Dispute und Gegensätze der Geistlich-Orthodoxen
und Katholiken, die immer intensiver wurden, haben
sich der Papst und der Patriarch im Jahre 1504 gegenseitig
der Kirchengemeinden ausgeschlossen (exkommuniziert).
Die Orthodoxe Kirche (Ostkirche, Griechen/Russen) und
die römisch-katholische Kirche gingen von da an
ihre eigenen Wege: diese Trennung wird Spaltung (Schisma)
genannt. Heute ist die Orthodoxie die Nationalreligion,
97 % der Bevölkerung Griechenlands sind orthodox,
was „der richtige Glauben“ bedeutet. Griechenland
und Orthodoxie sind durch die historische Vergangenheit
des Landes eng verbunden.
Zur Zeit der osmanischen
Herrschaft von 1453 bis 1821 waren die orthodoxe Religion
und ihre Priester sehr wichtig, um die griechische
Nationalität
zu erhalten. Die Orthodoxe Kirche bemühte sich
sehr um die griechische Sprache, die Kultur, die Traditionen
sowie den orthodoxen Glauben in den vielen Besatzungszeiten.
Sie konnten das religiöse Gefühl und ein Gefühl dazuzugehören,
erwecken. Orthodoxie ist keine Institution, es ist eine Empfindung, die auch
in der Öffentlichkeit ausgedrückt wird. Ein Beispiel: auch, als die
griechische Verfassung Glaubensfreiheit garantierte, gab es Rassendiskriminierungen
an den Minderheiten. Griechenland war bis zum Jahr
2001 das einzige Land der Europäischen Union,
welches die Religion der Bürger in den Personalausweisen
aufzeigte.
Auch, u m einen Beruf im öffentlichen
Dienst ausüben zu können, muss man der orthodoxen
Kirche angehören. Offiziell ist, wie auch in
anderen Europäischen
Ländern, der Staat von der Kirche getrennt. Allerdings
ist diese Trennung nicht aufgezeichnet oder in der
Verfassung geregelt, und die griechisch-orthodoxe Kirche
hat einen grossen Einfluss auf die griechische Gesellschaft.
Die Religion wird in viele Bereiche des täglichen
Lebens mit einbezogen, z. B. bei der Ausbildung der
Kinder, der Religionsunterricht ist Pflicht, jeden
Morgen, bevor der Unterricht beginnt, wird zusammen
gebetet.
Die orthodoxe Kirche ist auch in politische
Angelegenheiten integriert, falls neue Entscheidungen
getroffen werden, die gegen die orthodoxen Prinzipien
sind, folgen Missbilligungen durch die kirchlichen
Vertreter. Griechenland ist ein religiöses, christlich-orthodoxes
Land mit einem grossen Glauben, vielen Traditionen, Sitten
und religiösen Feierlichkeiten. |
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