Im 16. Jh. wurde
die kretische Schule der Malerei gegründet, die viele
Kunstarbeiten bezugnehmend zur byzantinischen Tradition
hervorbrachte. Viele bekannte Maler, die diese Schule
besuchten, verzierten die Kirchen der Insel sowie zahlreiche
Kirchen in vielen Teilen Griechenlands.
Hier einige aus der Vielzahl der Kirchen und Kloester
der gesamten Insel.
| Die
Kathedrale von Chania |
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Diese wunderschöne und imposante Kathedrale befindet
sich auf einem Platz östlich der Chalidon-Strasse
in der Stadt Chania und wurde etwa im 13. Jh. erbaut.
Sie besitzt drei Schiffe, die der Erscheinung der Heiligen
Jungfrau, dem Heiligen Nicholaos sowie den Drei Hierarchien
gewidmet ist.
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Das Agios (Heiliger) Ioannis, der Einsiedler
aus der Fremde – Kloster |
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Das Ruinen-Kloster ist das älteste auf Kreta (etwa
im 11. Jh. erbaut). Es befindet sich nahe des Gouverneto-Klosters
(nördlich) in einer wilden Schlucht und wurde ganz
aus einem Felsen geschlagen; nur seine Westseite wurde
erbaut. Die Zellen liegen rund um den Innenhof, und auf
der linken Seite sieht man den Eingang der Grotte, in
der der Heilige Ioannis, der Einsiedler (Agios Ioannis
Erimitis) lebte und starb; diese Grotte ist ein unterirdisches
Flussbett mit einem Gesamtareal von 1500 Quadratkilometern
und einer Länge von 135 Metern.
Hervorragende Stalaktiten und Stalagmiten verzieren die
Grotte, und ein Becken mit Wasser (die Gläubigen
bezeichnen es als Heiliges Wasser) befindet sich am Eingang
der Grotte. Eine grosse Brücke führt zum Katholikon
(Hauptkirche), deren Ruinen aus Steinen und Marmor sehenswert
sind.
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Die Agioi Anargyroi – Kirche |
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Diese hübsche Kirche (sie sieht eher wie eine Kapelle
aus) findet man hinter dem
Odeon und ist die charmanteste Kirche der Stadt Chania.
Sie war die erste Kathedrale Kretas, und die einzigste,
in der auch während der osmanischen Herrschaft Gottesdienste
durchgeführt wurden. In der Kirche können die
Besucher unbezahlbare, hervorragende byzantinische Fresken
und Ikonen besichtigen.
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Es
wurde von der Chartofylakas-Familie aus Chania im 17.
Jh. gegründet. Eine Inschrift sowie das Wappen
der Familie verzieren das Tor des Klosters. Es wird von
einer grossen Mauer umgeben, dadurch erscheint das Kloster
wie eine grosse Festung; im Inneren steht die Hauptkirche
mit drei Apsiden sowie drei Kuppeln und ist Zoodochou
Pigi gewidmet.
Im Kloster gibt es eine Werkstatt, in der Ikonen gemalt
werden und religiöse Zeitschriften veröffentlicht
werden. Bedeutende kirchliche Dokumente wie auch unbezahlbare
alte Manuskripte werden in der Klosterbibliothek aufbewahrt.
Dieses Kloster ist auch unter dem Namen „Dame der Engel“
bekannt und befindet sich an der Nordküste des Gebietes
Akrotiri, nordöstlich von Chania, 4 km nördlich
des Agia Triada-Klosters. Eine festungsartige Anlage umgibt
das Kloster (gebaut etwa im Jahre 1548), und es hat 4
Türme, die in den Ecken stehen. Im Kloster gibt es
50 Gewölbezellen.
Die Hauptkirche steht in der Mitte der Anlage, hat drei
runde Kuppeln und ist der Erscheinung der Heiligen Jungfrau
gewidmet. An der Fassade lässt sich die starke Renaissance
der venezianischen Einflüsse durch die Bildhauer-Dekorationen
und den Säulen erkennen. Zwei seitliche Kapellen
verzieren die Hauptkirche, die dem Heiligen Ioannis, dem
Einsiedler aus der Fremde (Agios Ioannis o Xenos oder
Erimitis) und den Zehn Heiligen (Agioi Deka) gewidmet
sind.
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Das Gonia – Kloster (Moni Gonias)
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Dieses Kloster steht einen Kilometer nördlich des
hübschen Dorfes Kolymbari, welches am Meer liegt,
an der Nordküste Kretas, 24 km westlich von Chania
und nahe der orthodoxen Akademie von Kreta.
Das Gonia-Kloster wurde im 17. Jh. an einem wundervollen
Ort, der von grüner Vegetation umgeben und einen
prächtigen Blick bietet, erbaut. Das Kloster ist
der Panagia Hodigitria gewidmet und wird von einem Hof
umgeben, auf dem sich die Mönchszellen, der Speisesaal,
die Abt-Unterkünfte, die Vorrats- und die Kellerräume
befinden.
Das Kloster besass einst eine grosse Bibliothek, die im
Jahre 1866 von den Türken abgebrannt wurde; nur einige
Bücher haben das Massaker überstanden. Ein kleines
Museum zeigt eine Sammlung bedeutender post-byzantinischer
Ikonen und Schätze mit heiligen Relikten und weiteren
unbezahlbaren Gegenständen.
Das Gonia-Kloster diente während des griechischen
Unabhängigkeitskrieges (1812) als Krankenhaus, und
beherbergte während der deutschen Besatzungszeit
eine aktive Widerstandsbewegung. |
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Die
Hauptkirche wurde in Form eines Kreuzes erbaut, sie hat
eine runde Kuppel und zwei seitliche Kapellen, die Zoodochou
Pigi und dem Heiligen Ioannis, dem Theologen, gewidmet
sind.
Der beeindruckenste Teil des Klosters ist seine Fassade,
die ein echtes Architekturwunder ist: es wurde aus pinkfarbenen
Korallensteinen erbaut und hat zwei grosse dorische Säulen
sowie ein korinthische Säule, die den Eingang verzieren.
Ein hervorragender Kirchenturm mit drei Glocken steht
auf der Spitze der Fassade. Die Rolle des Klosters war
während der Revolution gegen die türkische Herrschaft
sehr bedeutend; als es von den Türken zerstört
wurde, haben es die Mönche wiederaufgebaut.
Im Jahre 1833 beherbergte das Kloster ein Internat, welches
eine Zeit lang bestand. Ebenfalls gibt es eine wunderschöne
Bibliothek (sie ist ein kleines Museum), die seltene Bücher
sowie wertvolle Ikonen, die vom bekannten religiösen
Maler Mercurius aus Santorini gemalt wurden, ausstellt.
| Die
Agia Magdalini – Kirche |
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Die Agia Magdalini-Kirche befindet sich in der Stadt Chania
im Halepa-Viertel. Sie wurde bezugnehmend zum russisch-byzantinischen
Architekturstil im Jahre 1903 erbaut, in der Periode,
als Prinz Georgios der Hohe Beauftragte war.
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Das Chrysoskalitissa – Nonnenkloster
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Dieses wunderschöne weissgetünchte Nonnenkloster
wurde auf einem Felsen, an der Stelle einer klösterlichen
Gemeinde an der Westküste Kretas (72 km südwestlich
von Chania) erbaut. Der Blick vom Kloster ist herrlich.
Die Hauptkirche des Klosters hat zwei Schiffe, die der
Erscheinung der Jungfrau sowie der Heiligen Dreifaltigkeit
gewidmet sind.
Einige Zimmervermietungen stehen in der Siedlung mit gleichem
Namen, nahe des Klosters, zur Verfügung. In der Präfektur
Chania gibt es noch weitere Ruinen- oder gut erhaltene
Kloester und Kapellen.
Eine von ihnen ist die Rotonda des Erzengels Michael,
die sich im Dorf Kato Episkopi befindet, 10 km südlich
von Kolymbari; sie hat einen wunderschönen Mosaikfussboden
und wertvolle Fresken von byzantinischen Künstlern
des 12. Jh.
Ebenfalls sehenswert sind die wundervollen Fresken aus
dem 15. Jh. in der Agios Georgios-Kirche im Dorf Alikianos
(13 km südwestlich von Chania) sowie die exquisiten
Mosaiken, die die moderne Sougia-Kirche beherbergt – sie
stammen aus einer frühchristlichen Kirche (aus dem
6. Jh.), die heute eine Ruine ist. |