ein
wichtiger Tempel wurde ihm (in Kionia) gewidmet.
Ebenfalls wissen wir aus der Mythologie, dass Tinos die
Heimat von Aeolus war, dem Gott des Windes. Die ersten
Einwohner der Insel waren wahrscheinlich die Phoenikaner;
um 1000 v. Chr. war die Insel von den Ioniern bewohnt.
Zwei Grabmale, die im Gebiet von Kyra Xeni gefunden wurden,
werden auf die Zeit der mykenischen Periode zuruckdatiert,
50 archaologische Sehenswurdigkeiten mit Elementen der
geometrischen Periode des 5. Jahrhunderts sowie aus der
Ara der venezianischen Familie Ghizzi wurden im Gebiet
von Xobourgo gefunden.
Im 6. Jh. v. Chr. war Tinos von Eretria beschlagnahmt
und zur Zeit des Messenischen Krieges kam die Insel 490
v. Chr. unter die Fuhrung der Perser, aber die Menschen
in Tinos erlangten schnell ihre Freiheit nach der Schlacht
von Marathon wieder. |
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Inseln und
das Festland Griechenlands, dem Romischen Reich zugehorig.
In der byzantinischen Zeit zogen die Einwohner von der
Hafenstadt in das Inselinnere, um sich vor Piratenuberfallen,
die andauernd und verheerend in dieser Periode vorkamen
und eine grosse Plage fur alle griechischen Inseln waren,
zu schutzen. Die wenigen Informationen, die aus der byzantinischen
Zeit in Tinos vorliegen, sind die, das es die Zeit der
Epidemien, Angst, Unsicherheit und der Verfall fur Tinos
und fur viele andere Inseln war.
1207 wurde Tinos, wie alle anderen griechischen Inseln,
von den Venezianern erobert, die venezianische Herrschaft
dauerte hier langer als auf den anderen Kykladen-Inseln
an; die (venezianische) Familie Ghizzi half den Einwohnern,
indem sie viele Male die turkischen Angriffe abwehrte.
Dies brachte der Insel eine lange Zeit des Wohlstands
in der Landwirtschaft, Kunst, Industrie und mehr.
Im
Ergebnis war es ein glatter Ubergang von der venezianischen
zur turkischen Herrschaft und die Insel hatte spezielle
Privilegien wie z. B.: die Einwohner durften ihre lokalen
Uniformen tragen, Kirchen und Schulen erbauen, die turkische
Flotte durfte sich nicht der Insel nahern, sie hatte
eine eigene |
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Wohlstand charakterisiert
diese Periode, denn es war die Zeit, als wirtschaftliche,
industrielle und Schiffahrts-Aktivitaten sehr stark aufbluhten,
und der Einfluss des Auslands fur das Alltagsleben der
Einwohner Tinos’ gab der Insel den Namen „Klein Paris“.
Viele Leute aus Tinos grundeten erfolgreiche Unternehmen
in Konstantinopel, Smyrna, Alexandria und Triest.
Bis 1821 hatte Tinos von den Kykladen-Inseln die meisten
Bewohner sowie das wirtschaftliche Kapital der Inselgruppe.
Tinos nahm an der griechischen Revolution gegen die turkische
Herrschaft teil (es gab mehr als 20 Mitglieder aus Tinos
in der revolutionaren Gesellschaft „Philiki Etairia“)
und wurde 1830 ein Teil des modernen griechischen Staates.
Nach der Befreiung wurde Tinos ein gesamthellenisches
griechisches Zentrum.
Im 2. Weltkrieg litten die Einwohner der Insel unter der
italienischen und deutschen Besatzung, konnten aber gegen
die Unterdrucker Widerstand leisten. |