Da es die Halbinsel
des Klosterstaates ist, hat dieses Gebiet die meisten
Kloester auf Chalkidiki. Die Anzahl der Kloester wurde
von der Verfassung der theokratischen Republik Athos auf
20 fixiert, die keine weitere Klostergründungen zulässt.
Hier sind die 20 Kloester in hierarchischer Ordnung:
Dieses Kloster befindet sich in einer kleinen Bucht nordöstlich
des Berges Athos. Es ist der Heiligen Jungfrau gewidmet
und wurde im späten 10. Jh. von Ioannes Thornikios
gegründet.
Es wurde in der ersten Hälfte des 11. Jh. erbaut
und seine Wandgemälde werden auf das 16. und 19.
Jh. zurückdatiert. Unbezahlbare Kostbarkeiten sind
in der Sakristei aufbewahrt und die Bibliothek beherbergt
genaue imperiale und patriarchale Dokumente, 2000 Manuskripte
und über 20000 gedruckte Bücher.
Das Kloster, das der Erscheinung der Jungfrau gewidmet
ist, steht ebenfalls nordöstlich von Athos, inmitten
eines dichten Waldes. Es wurde vom serbischen Herrscher
Stephen Nemanja und seinem Sohn gegründet. Das Kloster
gleicht einer starken Festung, die von starken Wänden
und Türmen umgeben ist.
Das Katholikon des Klosters wurde im frühen 14. Jh.
erbaut. Im Kloster sind viele bedeutende Relikte, Kostbarkeiten
wie Ikonen (viele stammen aus der byzantinischen Periode),
Kreuze mit Steinen, gestickte Gewänder, Kleidungen,
Dokumente und gedruckte Bücher aufbewahrt.
Dieses Kloster ist ein beeindruckender Gebäudekomplex
und wurde an den Hängen eines bewaldeten Berges erbaut.
Es ist den vierzig Märtyrern gewidmet und wurde zwischen
1761 und 1763 errichtet. Das Kloster beherbergt viele
Relikte, wie das längste Stück des Echten Kreuzes
in der Welt, episkopische Gegenstände, goldbestickte
Gewänder, heilige Gefässe, Manuskripte, gedruckte
Bücher und der bekannte Hostienteller aus Speckstein,
bekannt als der Hostienteller von Polcheria.
Dieses Kloster, was eine Festung erinnert, befindet sich
an einer malerischen Bucht an der Nordostseite der Halbinsel
Athos. Es ist der Mariä Verkündigung gewidmet.
Historische Quellen, die etwa aus dem Jahr 972 stammen,
führen seine Gründung auf die Heiligen Athanasios,
Antonios und Nikolaos zurück.
Sein Katholikon stammt aus dem 10. Jh. und es beherbergt
Fresken aus dem 14. Jh. und Mosaiken aus dem 11. und 14.
Jh.
Im Nordosten des Klosters steht einer der erhalten gebliebenen
Türme der befestigten Anlage – der hohe Turm der
Jungfrau Maria aus dem 16. Jh.
Im Kloster sind viele wertvolle Kunstarbeiten wie seltene
Relikte, Ikonen, heilige Gefässe, veranschaulichte
Evangelien, goldbestickte Gewänder, mehr als 2000
Manuskripte und über 25000 andere gedruckte Bänder
aufbewahrt.
Das Kloster wurde an der Südwestküste auf der
Halbinsel Athos erbaut. Es ist den Erzengeln Michael und
Gabriel gewidmet und wurde im 16. Jh. von Alexander (dem
Herrscher von Moldowallachia) und seiner Frau erbaut.
Zu den Relikten, die das Kloster beherbergt, zählen
die Ikone der Jungfrau Gorgoepikoos, ein Teil des Echten
Kreuzes, heilige Gefässe, Gewänder, goldbestickte
Kleidung, Manuskripte und viele gedruckte Bücher.
An der Nordostseite von Athos, 200 m über der Ägäis
befindet sich der Festungskomplex des Karakalou-Klosters,
welches den Aposteln Petros und Pavlos gewidmet ist. Das
Kloster wurde wahrscheinlich im 11. Jh. von einem Mönch
namens Karakalas gegründet. Es wurde im Jahr 1548
erbaut. Zu den Relikten des Kloster gehören die Fragmente
des Echten Kreuzes, Gewänder, heilige Gefässe,
Ikonen, Manuskripte (wovon viele auf Pergament sind) und
gedruckte Bücher. |
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Das Kloster beherbergt die wertvolle und einzigartige
Ikone der Jungfrau Gerontissa, Gegenstände des Beschützers,
dem Heiligen Mercurius, Gewänder, heilige Gefässe,
Reliquien von Heiligen, Kreuze und viele andere heilige
Objekte. In der Bibliothek befinden sich seltene Manuskripte
und gedruckte Bücher.
Dieses Kloster ist der Verklärung des Herrn gewidmet
und erhielt den Namen von seinem Gründer. Es wurde
im Jahre 1540 erbaut. In der Sakristei sind wertvolle
Kostbarkeiten wie Ikonen, heilige Gewänder und Gefässe
sowie Kreuze aufbewahrt. In der Bibliothek befinden sich
Manuskripte, einige sind auf Pergament geschrieben, Dokumente
und gedruckte Bücher.
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Das Kloster der Grossen Lavra |
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Dies ist das grösste und erste Kloster der Kloster-Hierarchie.
Es war das erste Kloster und wurde vom Heiligen Athanasios,
dem Athonite, im Jahre 957 gegründet; seine Gebeine
liegen in einem Grab der Kapelle der Vierzig Märtyrer.
Das Kloster wurde von vielen byzantinischen Kaisern gestiftet,
hat bemalte Wände und Wandgemälde von kretischen
Malern.
In der Bibliothek des Klosters sind 2500 Manuskripte und
20000 gedruckte Bücher aufbewahrt. In der Sakristei
befinden sich Objekte wie Reliquien, Evangelien, Kreuze,
konen und heilige Gefässe.
Das Kloster der Grossen Lavra ist ihrem Gründer,
dem Heiligen Athanasios gewidmet.
Befindet sich an der Südwestseite der Halbinsel;
dieses Kloster wurde dem Heiligen Nikolaos gewidmet und
stammt aus dem 14. Jh. Zu seinen Relikten zählen
hochgeschätzte Ikonen, die Ikonen der Jungfrau Galaktotrophouse
und der Jungfrau Pantanassa, ein Fragment des Echten Kreuzes,
Reliquien von Heiligen, heilige Gefässe, Kreuze,
Evangelien, bestickte Gewänder und zwei goldbestickte
„epitaphioi“ (Grab Christi).
Zu seiner Bibliothek gehören Manuskripte, von denen
einige auf Pergament geschrieben wurden, unter ihnen befindet
sich die einzige existierende Kopie des Manuskriptes des
Schaefers von Hermas und ein Propheten-Werk, welches aus
dem 1. Jh. stammt, gedruckte Bücher und offizielle
Dokumente.
Dieses Kloster wurde im 14. Jh. vom gesegneten Dionysios
gegründet. Es ist der Geburt des Heiligen Ioannis,
dem Baptist, gewidmet. Das Kloster wurde zwischen 1537
und 1547 erbaut und eingerichtet und seine ikonenbedeckten
Wände im Inneren stammen aus dem 18. Jh. und sind
mit reinem Gold verziert. Im Kloster sind bedeutende Ikonen,
Relikte, Manuskripte und gedruckte Bücher aufbewahrt.
Dieses Kloster wurde wahrscheinlich im 10. Jh. gegründet
und ist der Verkündigung Mariä (der Jungfrau)
gewidmet. Es wurde im Jahre 1746 erbaut und seine Fresken
wurden 1752 fertiggestellt.
Das Kloster beherbergt die Ikone der Jungfrau Glykophilousa,
ein Fragment des Echten Kreuzes, Reliquien von Heiligen,
heilige Gefässe, Gewänder, Manuskripte, Pergament
und eine genaue Darstellung des Heiligen Mark, dem Evangelisten.
Es ist eines der beeindruckendsten Kloester von Athos,
erbaut an der Westseite der Halbinseln, etwa 200 m oberhalb
des Meeres. Es ist der Geburt Christi gewidmet und wurde
Mitte des 13. Jh. gegründet.
Es wurde mehrmals durch Naturschäden zerstört
und durch finanzielle Unterstützungen von Russland
restauriert. Das Kloster beherbergt Fragmente des Echten
Kreuzes, Reliquien von Heiligen, goldbestickte Gewänder,
heilige Gefässe, Kreuze, Evangelien, Ikonen und andere
Relikte. |
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Es
besteht aus Marmor und der Bau wurde im Jahr 1839 begonnen
und 1844 fertiggestellt.
Das Kloster beherbergt Fragmente des Echten Kreuzes, Reliquien
von Heiligen, heilige Gefässe und Gewänder,
Kreuze, ein grosses Holzkreuz, Ikonen, Manuskripte und
gedruckte Bücher.
Dies ist das kleinste Kloster auf der Halbinsel Athos.
Es ist dem Heiligen Nikolaos gewidmet und es wurde Mitte
des 16. Jh. erbaut. Sein Aquädukt wurde im Jahre
1680 erbaut. Das Kloster verfügt über eine hochgeschätzte
Ikone des Heiligen Nikolaos Streidas, eine aus dem 16.
Jh. stammende ikonenbedeckte Wand, Reliquien von Heiligen,
heilige Gefässe, gestickte Gewänder, viele Manuskripte
und gedruckte Bücher.
Dieses Kloster wurde dem Heiligen Georgios gewidmet und
wurde im 10. Jh. von Hosios Xenophon gegründet. Es
hat die grösste Hauptkirche von allen Kloestern des
Berg Athos und ist mit einer erstaunlichen Marmor-ikonenbedeckten
Wand versehen.
Zu den Kostbarkeiten des Klosters zählen zwei prächtige
Mosaik-Ikonen des Heiligen Georgios und Heiligen Dimitrios,
eine kleine Ikone, die die Erscheinung darstellt, ein
Fragment des Echten Kreuzes, Reliquien von Heiligen, reich-bestickte
Gewänder, heilige Gefässe, Manuskripte, von
den viele auf Pergament geschrieben wurden und eine Menge
gedruckter Bücher.
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Heiliger Panteleimon-Kloster |
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Dieses grosse russische Kloster wurde in einer kleinen
Bucht Ende des 18. Jh. von russischen Mönchen erbaut.
Es wurde von 1812 bis 1821 erbaut. Sein Dach besteht aus
8 Zwiebeltürmen in den Farben hellgrün und goldgelb.
Sein Inneres ist mit Wandgemälden im russischen Stis
aus dem 19. Jh. verziert und besitzt eine ikonenbedeckte
Wand russischer Herkunft. Zu seinen Schätzen, die
das Kloster besitzt, zählen Ikonen, Fragmente des
Echten Kreuzes, Gewänder, Kreuze, Reliquien von Heiligen,
ein Abendmahlkelch und wertvolle Evangelien. Die Bibliothek
beherbergt 1320 griechische und 600 slawische Manuskripte,
einige Pergamentblätter und einige gedruckte Bücher
in griechisch und russisch.
Verborgen in einem dichten Wald, wurde das Kloster im
14. Jh. von den Katalanen zerstört. Es wurde zwischen
1860 und 1871 auf den Ruinen einer älteren Kirche
erbaut und ist dem Heiligen Stephanos gewidmet; es hat
einen Marmorfussboden und eine ikonenbedeckte Wand aus
Marmor. Einige der Klosterrelikte sind eine aus dem 16.
Jh. stammende Ikone des Heiligen Stephanos, ein Fragment
des Echten Kreuzes, Reliquien von Heiligen, Kreuze, heilige
Gefässe und Gewänder, ein byzantinischer Epitphios
und ein Evangelium aus Silber und Gold.
In der Bibliothek sind Manuskripte, einige aus Pergament
und viele seltene gedruckte Bücher aufbewahrt.
Dieses bulgarische Kloster wurde im 10. Jh. von drei Mönchen
gegründet. Der Legende nach wurde es nach der Ikone
des Heiligen Georgios benannt; die auf einer Holztäfelung
gemalte Ikone wurde auf mysteriöse Weise im Innern
der Kirche von den drei Mönchen gefunden. Somit wurde
das Kloster dem Heiligen Georgios gewidmet. Ein Ehrenmal,
das in der Mitte des Innenhofes steht, gedenkt an den
Märtyrertod von 26 Mönchen, die verbrannt wurden,
um die Ost- und die Westkirchen zu vereinigen.
Das Kloster beherbergt: zwei Ikonen des Heiligen Georgios,
auf einer von ihnen stehen die Worte: „die nicht von Menschenhand
gefertigte“, eine Ikone der Jungfrau, Ikonen, Gewänder,
heilige Gefässe, griechische und slawische Manuskripte
und über 8000 gedruckte Bücher (die meisten
in bulgarisch). |