Einem anderen Mythos zufolge, wurde der bekannte Lyra-Spieler
und Sänger Orpheus, dessen Musik jede lebende Seele
der Erde bewegte, von den Furien (böse Gottheiten)
getötet, die sehr wütend wurden, weil Orpheus
es gelang, sie zu bewegen. Sie nahmen seinen Körper
auseinander und warfen die Teile in den Evros-Fluss. Sein
Kopf und die Lyra wurden von den Wellen auf Lesbos angeschwemmt.
Als Zeichen der Anerkennung brachten es die Einwohner
in den Apollo-Tempel.
Archäologische Ausgrabungen haben ergeben, dass Lesbos
schon seit der neolitischen Zeit bewohnt ist und sich
schon in der Bronzezeit eine sehr weit entwickelte Kultur
ausgebreitet hatte.
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Im 6. Jh. v. Chr. wurde Lesbos von den Persern erobert.
479 v. Chr. stand sie unter der Macht der Athener und
wurde ein Mitglied des Delian-Bundes.
Im Jahre 334 v. Chr. wurde die Insel ein Teil des Makedonischen
Reiches, und nach dem Tode Alexander dem Grossen, wurde
sie von den Ptolemäern beherrscht.
Im Jahre 88 v. Chr. übernahmen die Römer Lesbos
und gehörte somit zum Römischen Reich.
Nach dem Fall des Reiches besetzten die Sarakener und
die Lateiner erfolgreich die Insel, die im Jahre 1261
zu Byzanz gehörte.
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Die Kloester und Kirchen wurden zu intellektuellen und
revolutionären Zentren verwandelt, und geheime Schulen
wurden gegründet.
Im Jahre 1824 rebellierten die Insulaner gegen ihre Unterdrücker,
doch in der Revolution floss viel Blut.
Am 08. November 1912 wurde die Insel Lesbos von Admiral
Koundouriotis und seiner Flotte befreit. Der Vertrag von
Lausanne, der 1923 unterzeichnet wurde, vereinte die Insel
mit Griechenland.
Lesbos wurde ein letztes Mal von den Deutschen im 2. Weltkrieg
erobert und war am 10. September 1944 frei.
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