Geschichte Griechenlands: Zwanzigstes Jahrhundert

Griechenland Zwanzigstes Jahrhundert


Das zwanzigste Jahrhundert

Griechenland Zwanzigstes Jahrhundert: Informationen und Beschreibungen des modernen Griechenlands Der kretische Rechtsanwalt Elefterios Venizelos wurde Ministerpräsident. Er war der einflussreichste griechische Politiker in der ersten Hälfte des 20. Jh. Er setzte sich schon etwa im Jahre 1890 sehr für die Wiedervereinigung von Kreta mit Griechenland ein, und wurde 1909, nach einem Kampf der Militäroffiziere, ausgewählt, eine neue Zivilregierung zu leiten.

Elefterios Venizelos wurde Parteichef der Liberalen Partei, die von Arbeitern und Händlern unterstützt wurde. Die Liberale Partei gewann die Wahlen in den Jahren 1910 und 1912 und Venizelos wurde Ministerpräsident. Er setzte sich besonders für Verfassungsänderungen ein, gründete soziale Gesetze, um die Rechte der Arbeiter zu verbessern, vergrösserte die Armee und rüstete sie aus. Venizelos gelang es, das Land stabil zu halten.

Das wichtigste Ereignis dieser Periode war der Krieg auf dem Balkan im Jahre 1912. In diesem Krieg entstanden drei grosse politische Probleme: das Problem von Kreta, die Befreiung der Länder, wie Albanien, das immer noch unter osmanischer Herrschaft stand und letztlich die Frage um Mazedonien. Einige Mazedonier wollten die Vereinigung ihres Landes mit Griechenland, während andere einen unabhängigen autonomen Staat forderten. Andere Mazedonier bevorzugten die Vereinigung Mazedoniens mit Albanien oder Bulgarien.

Athen setzte sich intensiv für die Wiedervereinigung mit Mazedonien ein. Die Stadt Thessaloniki hatte in der Zeit ein starkes Nationalitätsgefühl entwickelt. Es wurde ein Vertrag zwischen Serbien und Bulgarien unterzeichnet.

Athen unterschrieb eine zweiseitige Vereinbarung mit beiden Nachbarn, und die drei Kräfte entschieden, das Militär zu unterstützen. Sie verkündeten den Krieg gegen die Türken, und innerhalb weniger Wochen nahm die Armee Thessaloniki und Ioannina ein.

Im Jahre 1913, nach dem Londoner Vertrag, verlor das Osmanische Reich alle europäischen Positionen auf dem Balkan, Albanien und Thrake waren ausgenommen, waren aber später unabhängig. Griechenland und Serbien, die sich einig waren, teilten sich das Mazedonische Territorium. Aus diesem Grund kündigte Bulgarien gegen die anderen beiden Kräfte einen zweiten Balkankrieg an. Bulgarien unterlag im Krieg und die Hauptgebiete wurden bezugnehmend zum Bukarester Vertrag vom August 1913 aufgeteilt..

Nach den Balkanischen Kriegen wurde das griechische Territorium um 68 Prozent erweitert, aber noch mehr als 3 Millionen Griechen verblieben im osmanischen Territorium.
Der neue König Konstantin wurde 1913 gekrönt und forderte Neutralität. Zu dieser Zeit war Europa in zwei Teile geteilt: in die Dreier-Vereinigung „Entente“ (Grossbritannien, Frankreich und Russland) und in die Dreier-Allianz der Zentralen Mächte (Deutschland, Österreich, Italien und schliesslich das osmanische Imperium). Diplomatisch gesehen, war es für Griechenland schwierig, zu einer Allianz dazuzugehören, auch, als der Erste Weltkrieg im Sommer 1914 ausbrach.

Die Zentralen Kräfte zählten zu ihrer Allianz auch Bulgarien, was aus Gründen des Territoriums noch immer noch ein Gegner Griechenlands war, und sie wollten auch die Türkei miteinbeziehen, den grössten Feind Griechenlands. Andererseits unterstützte die Vereinigung das Volk im Unabhängigkeitskrieg, aber Griechenlands Königin Sofia war die Schwester von Kaiser Wilhelm.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, glaubte König Konstantin an Neutralität, aber Ministerpräsident Venizelos war strikt für die Entente. Sie verstärkte ihre Position und versprach Griechenland, Kleinasien (und die moderne Türkei) zu gewinnen. Elefterios Venizelos gründete eine alliierte revolutionäre Regierung in Thessaloniki und marschierte in die Stadt Smyrna (das heutige Izmir) ein, die eine grosse griechische Bevölkerung hatte. Er trat als Ministerpräsident zurück, als Konstantin den Zusammenschluss mit der Entente ablehnte. Dies führte zu einer Verfassungskrise, die Ethnikos Dikhasmos genannt wurde. Der darauffolgende Vertrag forderte einen Bevölkerungswechsel. 400000 türkische Moslems wurden gegen eine Million orthodoxe Griechen ausgetauscht. Eine neue Welle von finanziellen Schwierigkeiten folgte.

Das nächste Jahrhundert war mit innenpolitischen Problemen verbunden. Griechenland wurde von einigen Monarchien, militärischen Herrschaften sowie kurzfristigen Demokratien geleitet. Im Jahre 1936 wurde General Metaxas von König Georg II. zum Ministerpräsidenten bestellt und führte eine faschistische Diktatur ein. Metexas lehnte die deutsche und italienische Herrschaft ab und verweigerte Mussolini, das Land im Zweiten Weltkrieg zu besetzen. Griechenland fiel 1941 in die Hände der Deutschen, die antike Orte vernichteten, Hinrichtungen veranlassten und die Nazis den grössten Teils der jüdischen Gemeinde ausrotteten.

Widerstandsbewegungen tauchten auf, die in die Anhänger des Königs und die Kommunisten geteilt waren, zwischen ihnen brach ein Bürgerkrieg aus. Die Anhänger des Königs erhielten eine grosse finanzielle Hilfe von Amerika, sodass Griechenland nicht kommunistisch wurde, und die Amerikaner führten das „Zertifikat Politischer Zuverlässigkeit“ ein.

Dieses Dokument besagte, dass der Unterschriftsleistende keine Sympathien zur linken Politik hegt. Es war eine Verbindlichkeit, dieses Dokument zu besitzen, denn ansonsten konnten die Griechen keine Arbeit finden. Der Krieg dauerte bis 1949 an, als sie den Sieg bestätigten.

Die rechte griechische Partei mit Konstantinos Karamanlis wurde gewählt. Karamanlis trat nach dem Attentat auf einen kommunistischen Offizier, welches 10 Jahre nach seiner Wahl verübt wurde, zurück. Danach kam die linke Partei mit Georgeos Papandreou an die Macht. Am 21. April 1967 übten Oberste des Militärs Druck auf den Etat aus. Dem folgte eine Junta, die durch Unterdrückung, Brutalität, Pressezensur und eine politische Inkompetenz auf die Leute gekennzeichnet wurde. Die Junta genoss die US- Unterstützung und deren Investierung.

Sie zerbrach im Jahre 1974, nachdem die Regierung 20 protestantische Studenten tötete und nach dem Versuch, Zypern’s Führer, den Erzbischof Makarios, der versuchte, Zypern mit Griechenland zu vereinen, zu ermorden, was zur türkischen Einwanderung und Belagerung Nordzyperns führte. Konstantinos Karamanlis kam an die Macht zurück, organisierte parlamentarische Wahlen und ein Referendum, um über die zukünftige Regierung zu entscheiden.


Die Monarchie unterlag durch zwei Drittel der Stimmen, und so wurde am 11. Juni 1975 eine neue Verfassung gegründet und eine Parlamentarische Republik mit einem Präsidenten als Oberhaupt, der von der Legislativen bestellt wird, geschaffen.

1981 wurde Griechenland Mitglied der Europäischen Gemeinschaft, und Andreas Papandreou gewann mit seiner sozialistischen Partei (PASOK) die Wahlen. Seine Regierung bestand aus einer Koalition der Konservativen und Kommunisten.

Bei den Wahlen im Jahre 1990 kamen die Konservativen an die Macht und im Jahre 1993 wurde bei den Nationalwahlen Papandreou gewählt. Kostas Simitis wurde 1996 sowie im April 2000 zum Ministerpräsident gewählt. Seit März 2004 hat Konstantinos Karamanlis mit seiner konservativen Partei die Leitung.

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